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Motorradurlaub Sardinien 2011

Hallo liebe Biker/innen und Freunde,
die Motorradsaison neigt dem Ende und zum Schluss habe ich mir noch ein Schmankerln aufgehoben…
Nein, es war nicht das Oktoberfest auf den Wiesn, auch wenn mir die Kurven der Alpen auch gefallen würden 😉
Es ging nach bella Italia, auf die Insel Sardinien. Jeder Biker kommt hier auf seine Kosten, das kann ich Euch versichern! Es gibt nur wenige zweispurige Bundesstraßen, die den Reisenden ermöglichen, an einem Tag die Insel von einem – zum anderen Ende zu durchqueren, doch das wäre zu schade. Wenn’s mal schnell gehen muss, kann man diese Strecken für die schnelle Rückfahrt zum Flughafen im Hinterkopf behalten. Die wunderschönen Küsten- und Bergstraßen lassen das Bikerherz höher schlagen. Eine davon habe ich Dank Kalle als Favoriten entdeckt, die alte SS125 führt von Calgiari im Südzipfel, bis in den Nordosten der Insel der Küste entlang. Unzählige Kurven, Serpentinen und Pässe, einfach ein Traum für jeden Kurven-Junkie! Wer es noch kurviger haben möchte, der soll es bekommen: von Osten nach Westen (oder umgekehrt) geht es über die Berge mit sehr engen Spitzkehren rauf auf 1800m auf den Monti del Gennargentu, der nicht um sonst als das „Dach Sardiniens“ bezeichnet wird. Zur Entspannung oder besser um das Adrenalin runterzuschrauben, sowie für schöne Panorama-Aufnahmen, laden einigen Bergseen ein. Wer in den Norden möchte (ich habe es aus zeitlichen Gründen nicht geschafft) kann die französischen Nachbarn sehen, denn Korsika ist nur 12km entfernt, getrennt nur durch die Bocche di Bonifacio.
Insgesamt ging es mit über 22Bikern per Moppettkutsche auf die Insel. Die Krads wurden praktisch eine Woche vor der Anreise auf Kalles Sattelschlepper in Wetter verladen und wir sind sehr bequem nur mit Handgepäck und Blitz-Check-in in 2h von Düsseldorf nach Cagliari geflogen. Bei Ankunft waren unser Gepäck (Packtaschen, Schutzkleidung, etc.) und unsere Motorräder bereits vor Ort. Nach einem ersten „Kennenlern-“ Abendessen (die Einen intensiver, die Anderen eher passiv = jedem das Seine), wurden schnell die Gruppen abgestimmt und die ungefähre Reiseroute besprochen, aber treu nach Kalles Motto: alles kann – nix muss!! So sind wir am nächsten Morgen mit 10 Bikern gestartet und nur nach wenigen Kilometern waren wir nur noch 6. Es ist für jeden ein (Motorrad-) Urlaub und den sollte jeder nach seinen Vorstellungen erfüllen. Die unorganisierte Tour (positiv gemeint, jeder entscheidet für sich den Verlauf), verlief bei uns ohne besondere Zwischen-/Unfälle, jedoch gab es Stürze bei zwei anderen Gruppen, einer schwer mit Krankenhausaufenthalt. Daher sollte man die Strecken- und Straßenverhältnisse auf Sardinien, so schön sie auch sind, nicht unterschätzen. Wir haben die Route mehrfach und spontan geändert und das war wirklich eine tolle Erfahrung für einige von uns. Die Unterkunft wurde auf der Strecke rausgesucht/erfragt und gegessen wurde dort, wo es schmeckt. So variierte der Komfort von Hostel/Jugendherberge, über Hotel bis zur exklusiven Privatunterkunft in einer antik restaurierten Bed&Breakfast Unterkunft (Ort und Name bleibt geheim :-)). Die italienische Speisekarte ist nichts für Fastfoodfreunde. Zeit sollte man mitbringen, denn hier wird genießen und zelebrieren beim Essen groß geschrieben! 5-8 Gänge bei einem Abendessen sind keine Seltenheit. Kleiner Tipp von mir, fragt vorher, wie viele Gänge kommen, dann kann man die Menge für den Magen besser dosieren. So gut und schmackhaft das Abendessen war, so spartanisch war das Frühstück. OK, an das englische Frühstück kommen die Sardinier nicht, aber das sollten sie auch nicht. Dafür wurde man mit dem besten Kaffee verwöhnt und das sage ich als Teetrinker, der gern gewechselt hat!
Zum leiblichen Schmaus gehört auch der entspannte Sprung ins Wasser nach den kilometerlangen Touren und der durfte auch nicht fehlen. Was man jedoch vergeblich sucht, sind die Betonbauten an den Sandstränden, wie am Ballermann = sehr gut! Die Unterkünfte am Meer sind übersichtlich und zweckmäßig. Es ist eben ein Motorradurlaub und sollte es auch bleiben, daran sollte man zwischendurch erinnern 😉 Mir hat Sardinien sehr gut gefallen und ich werde sicher erneut Gast auf der Insel sein, um die übrigen Kurven abzufahren…
Bilder und Videos über Sardinien sind hier zu sehen:

klick –> Sardinien2011

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