facebook

A1

Raja Ampat – Reich der 4 Könige

Meine langersehnte Reise nach Indonesien hat sich nach 24 Jahren erfüllt! Ich hatte bei meiner Südostasien-Tour 1990 u.a. auch Indonesien besucht und mir damals als Ziel gesetzt, irgendwann als Taucher zurückzukehren, um die Unterwasserwelt zu erforschen. Diesen Wunsch konnte ich nun nachkommen und bin überwältigt von Raja Ampat! Inzwischen tauche ich ja schon eine gewisse Zeit und habe einiges erlebt, ‚ viele Spezies Unterwasser gesehen, tolle Tauch-Spots entdeckt und viele schöne Momente genossen. Ich darf nach Überlegung sagen, dass es bisher keinen Ort der Welt gab, der mir besser gefiel, als dieser!

Die Reise wurde im Januar auf der Messe Düsseldorf (Boot) entschieden, nachdem ich Tunc kennen lernte, der mir auf Anhieb sehr sympatisch war. Er führt u.a. die Reiseagentur Ay Isigi Diving in der Türkei und lebt seit ca. 2008 mit seiner Familie in Indonesien (Jakarta). Dort kam ihm die Idee, ein Resort in West-Papua zu gründen. Nach jahrelanger Arbeit und Planung wurde das Resort Papua Explorers Raja Ampat 2013 eröffnet. Da Tunc seine Kindheit in Essen verbrachte bis er mit seiner Familie Mitte der 80er in die Türkei zog, war die Freundschaft über unsere Wurzeln schon besiegelt. Ich zeigte ihm nach über 30 Jahren seine alte Heimat und er zeigte mir Indonesien…

Meine Reise im Mai 2014 begann in Jakarta. Nach einem herzlichen Wiedersehen mit Tunc, stellte er mir seine Familie vor und wir unternahmen gemeinsam Besichtigungen in der Hauptstadt Indonesiens. 2 Tage später flog ich nach Bali – Candidasa (Ostküste der Insel), um mit meinem Tauchurlaub zu beginnen. Eine zuvor kontaktierte Orca-Tauchbasis ermöglichte mir einige schöne Tauchgänge u.a. am Manta Point, Blue Lagoon, Tulamben (Wrack Liberty), usw. Auf der Basis lernte ich sehr liebe Menschen kennen. Mit einigen verbrachte ich fast den gesamten Bali-Aufenthalt. Roger, mein australischer Buddy, Erwin und seine Frau Christine, die leider nach einigen Tagen abreisen mussten. Erwin hat wunderbare Unterwasser-Aufnahmen geknippst und sie uns geschickt.  Vielen Dank nochmals dafür, denn ich hatte nur meine GoPro für die Video-Aufnahmen und so konnte ich mein Album sehr gut ergänzen. Dann waren da noch Tanja & Stephan, die mir auf Anhieb ans Herz gewachsen sind. Wir unternahmen nicht nur die Tauchtage, sondern auch die Abende sowie Ausflüge zusammen. Wer weiß, vielleicht sieht man sich wieder…?
Nach 8 Tagen reiste ich nach Süden Balis zum Sandstrand von Sanur, wo inzwischen Tunc mit seiner Familie für einige Tage Urlaub machten und für das Resort Einkäufe tätigten. Den letzten Tag verbrachten wir zusammen, shoppten etwas und flogen gemeinsam zurück nach Jakarta, wo sich Tunc von seiner Familie verabschieden musste (Kinder gehen dort zur Schule, seine Frau leitet die Adidas-Niederlassung in Jakarta). Nun ging es mit Tunc per Direktflug (xpressair) von Jakarta nach Sorong. Angekommen in West-Papua, wurden wir bereits von seiner Crew am Flughafen erwartet. Es ging nach einem kräftigen Frühstück mit dem Speedboot (Explorer 1) in 2,5h nach Raja Ampat, unser Ziel für die restliche Zeit…meins für 12 Tage. Ich konnte vor Vorfreude kaum schlafen und genoss die Aussicht auf z.T. unbewohnte Inseln. Eine wunderbare Landschaft, kaum Menschen oder Zivilisation und ich hatte die Unterwasserwelt noch nicht gesehen…

Raja Ampat macht seinem Namen alle Ehre (Reich der 4 Könige) und die Papua Explorers setzen diese Devise für jeden Gast in die Realität um! Damit ist eigentlich schon alles gesagt und ich kann jedem Besucher nur beipflichten, warum gerade diese Location für eine Traumreise gewählt werden sollte und keine andere. Eigentlich wollte ich zuerst keinen Bericht über die Gegend schreiben, damit diese unberührte, noch in dem Ursprung befindliche Natur (über wie unter Wasser), nicht durch den Massentourismus vernichtet wird. Es wäre aber nicht fair für das Resort und deren Angestellten, die wirklich jeden “realisierbaren“ Wunsch der Gäste erfüllen. Außerdem bin ich vom Management (Tunc + Tari) überzeugt und teile deren Vision, die keine Marketing-Finte ist, sondern eine gut überlegte Strategie, welches Nachhaltigkeit und Fairness für die Umgebung vereint und Erfolg verspricht! Es werden hauptsächlich Einheimische eingestellt und das kleine Dorf neben der Anlage wird in vielen Belangen unterstützt und gefördert. Sie lernen nach jahrhundertelanger Fischerei nun auch Agrarwirtschaft zu führen, um sich selbst besser zu versorgen und auch den Bedarf des Resorts zu unterstützen, um nicht die Lebensmittel von den anderen Inseln einfliegen zu müssen. Die Kinder bekommen Schulmittel und die Bewohner des Dorfes Kleidungsstücke aus Spenden von Jakarta. Tunc hat über seine Frau (wie bereits oben erwähnt, sie ist Managerin bei Adidas Jakarta) die Fußball-Ausrüstung des Dorf-Teams gesponsert und sie haben prompt das lokale Turnier gewonnen. Der Pokal wurde als Anerkennung im Restaurant des Resorts aufgestellt. Das ist alles nur ein Teil des sozialen Engagements, was nachhaltig Früchte zeigt und was ich auch in den Augen der Menschen sehen konnte.
Um es vorweg zu nehmen: alle AI-Gäste, die nach 4-Sterne-Hotels und Partys suchen, sollten bitte hier fern bleiben. Mit realisierbaren Wünschen verstehe ich nicht eine Klimaanlage, TV, Telefon, Diskothek oder Animation am Strand, was in den All-Inklusive- Bunkern zu Genüge angeboten wird. Das passt nicht in diese Umgebung und schon gar nicht in die unberührte Natur. In Raja Ampat wird man stattdessen mit einheimischen Gesängen, unterstützt mit handgefertigten Instrumenten und freundlichen Gesichtern begrüßt und genießt einen Service, der seinesgleichen sucht. Der Mix aus türkischer Gastfreundschaft, deutscher Präzision + Sicherheit, sowie indonesischer Lebensfreude wird von Tunc und seinem Team hervorragend im gesamten Resort umgesetzt! Angefangen vom Timing, der Organisation (Abholung / Transfer / Ausflüge / Tauchen, etc.) dem Wohlfühlfaktor, das Ambiente, die Ausstattung der Wasser-Bungalows (alle liebevoll u.a. durch seine Frau Selen nach Papua Stil eingerichtet) bis hin zum Erholungsfaktor wird an alles gedacht. Die Versorgung für das leibliche Wohl kann nicht besser sein. Auch hier treffen viele Kulturen zusammen und das merkt man an der Speisekarte. Der frische Fisch und lokale Früchte sind nicht wegzudenken und wird täglich in allen Variationen gereicht. An Joes Kochkünsten mit indonesischem und europäischem Touch, erfreut sich jeder Gast einer willkommenen Abwechslung im Paradies der Sinne.
Das Tauchen auf Raja Ampat war mein eigentlicher Grund der Reise. Raja Ampat bzw. das Resort der Papua Explorers ist aber nicht ausschließlich das Ziel für Taucher. Auch Natur- und Vogelliebhaber, sowie Verliebte / Verträumte kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Die vielen unbewohnten kleinen Inseln sind das Markenzeichen von Raja Ampat, speziell der Ausflug zu den Fam-Inseln ist ein MUSS für jeden Reisenden. Die Artenvielfalt der Unterwasserwelt ist absolut einzigartig auf der Erde! Aufgrund des besonderen Standortes (indischer und pazifischer Ozean treffen aufeinander) sieht man hier unzählige Lebewesen auf kleinstem Raum und Spezies, die man sonst nirgendwo vorfindet. Die vielen Dokumentationen, Berichte und Rekorde an gezählten Arten bei einem Tauchgang, setzten eine hohe Erwartungshaltung, … doch sie wurde noch übertroffen! Das gesamte Tauch-Team der Papua Explorers mit ihren Erfahrungen und kompetenten Fähigkeiten sowie einer technisch top ausgestatteten Ausrüstung, ließen jeden Tauchgang ein wunderbares Erlebnis werden. Obwohl ich viele Tauchziele zu meinem Erfahrungsschatz zähle, waren die Spots in Raja Ampat die schönsten überhaupt. Ich zehre noch lange an den sensationellen Begegnungen Unterwasser sowie die Freundlichkeit auf dem Resort (mein 500.TG wurde von der aufmerksamen Crew mit Papua-Tanz und Gesang gefeiert) und freue mich auf ein Wiedersehen in hoffentlich unveränderter Form…
nachfolgend Impressionen in den Web-Alben:

Jakarta-2014

Bali-2014

Raja-Ampat-2014

IMG_5154

Leave a Reply

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>